
Vietnamesischer Salzkaffee aus Huế: kräftiger Phin-Kaffee unter einer Haube aus Sahne, Kondensmilch und einer Prise Salz, die die Bitterkeit abmildert.

Brühe mit dem Phin-Filter einen kräftigen Kaffee mit ca. 80 ml Wasser auf.
Schlage die Sahne mit der Kondensmilch und der Prise Salz auf, bis eine cremige, halbfeste Masse entsteht.
Fülle ein Glas mit Eiswürfeln und gieße den Kaffee darüber.
Gib die salzige Sahne-Creme vorsichtig oben auf den Kaffee, ohne sie unterzurühren.
Trinke zuerst durch die cremige Schicht, dann rühre leicht um. Die Mischung aus salzig, süß und kräftigem Kaffee macht den besonderen Reiz aus.
Tipp
Wer es weniger salzig mag, beginnt mit einer sehr kleinen Prise Salz und tastet sich von dort an die für Huế typische Balance zwischen salzig und süß heran.
Cà Phê Muối, also Salzkaffee, kommt aus Huế in Zentralvietnam und ist dort erst in den 2010er Jahren entstanden. Auf kräftigen Phin-Kaffee kommt eine aufgeschlagene Haube aus Sahne, Kondensmilch und einer Prise Salz. Das klingt ungewöhnlich, folgt aber demselben Prinzip wie Salz im Karamell: Es dämpft die Bitterkeit des Robusta und lässt die Süße runder wirken. Inzwischen ist der Salzkaffee weit über Huế hinaus bekannt.
Nur ganz dezent. Das Salz soll nicht herausschmecken, sondern die Bitterkeit abmildern und die Süße betonen. Richtig dosiert nimmt man es kaum als salzig wahr, sondern merkt vor allem, dass der Kaffee weicher und voller wirkt.
Eine kleine Prise feines Meersalz auf eine Portion Sahnehaube. Fang lieber zu sparsam an und taste dich heran, denn zu viel Salz kippt den Geschmack schnell und lässt sich nicht mehr korrigieren.
Aufgeschlagene Kokosmilch funktioniert gut und passt geschmacklich zum vietnamesischen Kaffee. Wichtig ist, dass die Masse halbfest wird und als Schicht auf dem Kaffee liegen bleibt, statt sich sofort unterzumischen.
Salz unterdrückt die Wahrnehmung von Bitterkeit und verstärkt gleichzeitig süße Aromen. Beim kräftigen vietnamesischen Robusta wirkt der Kaffee dadurch weicher und runder, ohne dass man das Salz selbst herausschmeckt.
Aus Huế in Zentralvietnam, wo er erst in den 2010er Jahren in einem kleinen Café erfunden wurde. Von dort hat er sich schnell über das ganze Land verbreitet und ist heute in vielen vietnamesischen Cafés fester Bestandteil der Karte.

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